Per Swipe zum Personalerfolg:

Diese Masterarbeit behandelt die Besetzungspraxis von Einfacharbeitsplätzen.
Neben dem allgemeinen Personalbeschaffungsprozess wird das Potential einer Recruiting-App untersucht.
Die Basis bilden 18 halbstrukturierte Experteninterviews mit Personalverantwortlichen aus Betrieben sowie mit Personaldienstleistungen und der Bundesagentur für Arbeit.
Die Gespräche werden nach Mayrings qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Die Untersuchung zeigt, dass Einfacharbeitsplätze kaum Fachkenntnisse oder formale Abschlüsse dafür aber hohe Arbeitnehmerflexibilität und ausgeprägte Sozialkompetenzen voraussetzen.

Außerdem sind die Tätigkeitsprofile oft sehr umfassend, weshalb die Annahmen der betriebszentrierten Segmentationstheorie zum Einfachberuf nur beschränkt gültig sind. Trotz des allgemeinen Trends zur elektronischen Rekrutierung werden die Vakanzen meist durch Zeitungsannoncen oder auf Grundlage von Mitarbeiterempfehlungen besetzt. Recruiting-Apps sind weniger bekannt und die Personaler schätzen das Potential für die Besetzung von Einfachberufen gering ein.

Die beobachteten Personalauswahlprozesse verlaufen eher unsystematisch, weshalb die endgültige Personalentscheidung häufig auf Intuition beruht. Außerdem berichten selbst Unternehmen mit genügend Bewerbungen von Problemen Personalgewinnungsprozess. Genannt werden hohe Fluktuationsraten wegen schlechter Arbeitsbedingungen und starker Konkurrenz sowie das Nichterscheinen vieler Bewerber zum Vorstellungsgespräch.

Die komplette Arbeit steht hier zum Download bereit.