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Berufsporträt: Industriemachaniker oder Industriemechanikerin

Ein Beruf, der unseren Alltag erst möglich macht – auch wenn wir davon wenig mitbekommen. Der Industriemechaniker bzw. die Industriemechanikerinnen fertigen Industriemaschinen, die unsere Autos, Smartphones, Kleidung, Schulhefte und noch vieles mehr herstellen. Interesse geweckt?
Berufsporträt: Industriemachaniker oder Industriemechanikerin

Ein Beruf, der unseren Alltag erst möglich macht – auch wenn wir davon wenig mitbekommen. Der Industriemechaniker bzw. die Industriemechanikerinnen fertigen Industriemaschinen, die unsere Autos, Smartphones, Kleidung, Schulhefte und noch vieles mehr herstellen. Weil die Maschinen aber nie ganz allein zurechtkommen, kümmern sich die Industriemechaniker auch um die Bedienung, Wartung und Instandhaltung der Maschinen. Als Industriemechaniker baut man unter anderem Maschinenteile, überwacht technische Anlagen oder führen Reparaturen durch.

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Ausbildung

Die Ausbildung zum Industriemechaniker dauert um die dreieinhalb Jahre, kann aber auch je nach Leistung verkürzt werden, bietet 4 Spezialisierungsmöglichkeiten an und da dies eine duale Ausbildung, ist man im Wechsel zwischen einer Berufsschule und der Ausbildungsstätte unterwegs. Während in der Berufsschule die Fächer wie Mathematik, Physik und Informatik vertieft werden, wird in der Werkstatt, in der Lagerhalle und in der Produktionshalle direkt an den Werkstücken die wichtigen Handgriffe für die Montage und Demontage von Maschinen erlernt.

Voraussetzungen

Generell stellen die meisten Betriebe eher Schulabsolventen mit Realschulabschluss, bzw. mittlerer Reife ein. Doch kann man diesen Ausbildungsweg auch schlimmstenfalls mit einem Hauptschulabschluss absolvieren.

Für die spätere Arbeit ist es wichtig, über gutes Sehvermögen zu verfügen, um keine Probleme bei kleinteiligen Aufgaben zu haben. Zudem werden nur Bewerber eingestellt, die keine Allergien gegen Metalle wie beispielsweise Nickel haben. Diese Voraussetzungen prüft ein Arzt beim Einstellungstest.

Sorgfalt und Genauigkeit sind ebenso wichtige Voraussetzungen. Es ist wichtig, dass man sich stets einen Überblick über alle notwendigen Arbeitsschritte verschafft und überlegt, welche Reihenfolge dafür sinnvoll ist. Wenn nämlich ein Bauteil bei der Montage vergessen wird, kommt man später wahrscheinlich nicht mehr an die Stelle, wo es eingebaut werden muss. Dadurch verliert man viel Zeit, weil man alle übrigen Teile wieder abmontieren muss. Auch bei der Bedienung von Industriemaschinen ist jede Einstellung wichtig. Kleine Fehler sorgen für den Verlust von großen Mengen an Rohmaterialien und damit Geld.

Einkommen

Bei der Ausbildung zum Industriemechaniker erhält man schon ein gutes Gehalt. Im ersten Jahr kann man um die 830 bis 930 Euro erhalten. Im zweiten Jahr liegen die Zahlen bei 910 bis 980 Euro, im dritten Jahr knapp über 1.000 Euro und im abschließenden Jahr erhält man zwischen 1.010 bis 1.120 Euro brutto pro Monat.
Der Gehalt im späteren Berufsleben hängt von verschiedenen Faktoren ab wie Berufserfahrung, Arbeitsort und Branche. Deswegen ist es schwer festzulegen, wie viel man als Industriemechaniker oder Industriemechanikerin nun in Wirklichkeit verdient. Was aber klar ist, ist dass das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ca. 3.214 Euro brutto monatlich betragen wird.

Weiterbildung

Hier könnte man, wie in vielen anderen Berufen, über ein Studium in den Bereichen wie zum Beispiel Ingenieurwissenschaften nachdenken. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten sich nach der Ausbildung weiter zu bilden, wie z.B. als ausgebildeter Industriemechaniker mit angeschlossener Fortbildung zum Fachwirt und Fachhochschulabschluss kann der Verdienst sogar über 4500 Euro betragen.