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8 Tipps für ein professionelles Bewerbungsfoto

8 Tipps für ein professionelles Bewerbungsfoto

Du hast die besten Schulen absolviert und in wunderbaren Unternehmen gearbeitet. Du kannst auch Fremdsprachen und hast viele Zertifikaten gesammelt. Wie gefällt dir aber dein Bewerbungsfoto auf deinem Lebenslauf?

Eine der besten Möglichkeiten, um deinen Lebenslauf zu personalisieren ist es, ein professionelles Foto zu hinzufügen. Stelle dir das so vor: Der Text in deinem Lebenslauf ist ein klarer Beleg für deine berufliche Karriere, was schon langweilig und Standard ist, aber das richtige Foto kann dazu beitragen, eine umfassendere Geschichte zu erzählen und potentiellen Arbeitgebern deine charismatische Persönlichkeit zu zeigen.

Seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) 2006 dürfen Unternehmen offiziell kein Foto auf der Bewerbung verlangen. Inoffiziell ist es allerdings meistens erwünscht. Vor allem bei Berufen mit direktem Kundenkontakt ist das Beifügen eines Fotos hilfreich, da sich so leichter erkennen lässt, ob eine Person zu den Vorstellungen des Unternehmens passt.

Ein Foto unterstreicht die Professionalität und rundet eine Bewerbung ab.
Besonders bei anspruchsvollen Firmen oder Positionen sollte das Bild hochwertig sein. Dafür empfiehlt es sich, zu einem professionellen Fotografen zu gehen. Dieser kann die optimalen Lichtverhältnisse schaffen, bei verschiedenen Posen helfen und eventuell das Foto nachbearbeiten.

Mit einem glücklichen Foto, das den Eindruck von der "richtigen Person" vermittelt, kannst du deiner Konkurrenz einen Schritt voraus sein. Mit dem richtigen Foto, das du auswählst, erhältst du die Chance, Arbeitgebern mehr Informationen über deine Persönlichkeit zu geben. Sei aber vorsichtig! Ja, ein gutes Bewerbungsfoto ist ein wunderbares Extra. Es gibt jedoch immer die Gefahr, dass das Bewerbungsfoto, wenn es schlecht ist, dich auch stark behindern kann. Hier sind einige Tipps für dich, damit das nicht mehr passiert:

  1. Kleiderauswahl

Der Kleidungsstil, den du repräsentieren willst, soll simpel, aber gleichzeitig professionell aussehen. Es wird oft empfohlen, Anzüge zu tragen. Das ist aber in unserer Zeit nicht immer die einzige Option. Die Kleidung sollte der Branche angepasst sein. Wer z.B. eher in der kreativen Branche tätig ist, kann durchaus auf moderne oder etwas ausgefallenere Kleidung zurückgreifen. Für andere Branchen sollten allerdings dezentere Klamotten gewählt werden, vor allem in Hinblick auf Farbe und Stil. Außerdem sollte nicht zu viel Schmuck oder Makeup getragen werden. Wer eine Brille benötigt, kann diese auch auf dem Bild tragen. Das Foto sollte allgemein möglichst natürlich und echt wirken.

Es ist z.B. für die Bewerber im IT-Bereich fast immer auch okay, für das Bewerbungsfoto T-Shirts anzuziehen. Das Bewerbungsfoto soll dich so repräsentieren, als ob du schon bei der Firma arbeitest, für die du dich bewirbst. Die Einschränkungen diesbezüglich hängen viel davon ab, um was für einen Job es sich handelt. Es ist aber durchaus wichtig, sich in formalen Farben wie schwarz, weiß oder dunkelblau zu kleiden. Bunte Farben sind für die Bewerbung nicht wirklich geeignet.

Das Foto ist im Vordergrund und der Vordergrund des Fotos ist entscheidend. Daher ist es wichtig, dass sowohl Frauen als auch Männer einen ordentlichen Haarschnitt haben. Außerdem ist sauberes Rasieren für Männer auch ein Zeichen von Disziplin und Ordnung.

  1. Starke Erscheinung

Während du ein professionelles Image erschaffst, wollen die Arbeitgeber im Bewerbungsfoto gleichzeitig die schlaue, hochaktive Persönlichkeit finden, nach der sie suchen. Um dies zu tun, sollst du naturell erscheinen, dich während des Fotos wohl fühlen und unbedingt unter gutem Licht posieren.

Die Körpersprache ist bei Fotos sehr wichtig: sie soll vermitteln, dass der Bewerber dynamisch, offen und motiviert ist. Egal, ob stehend oder sitzend, ein gerader Rücken ist vorteilhaft. Der Oberkörper sollte leicht zur Seite gedreht sein, der Blick auf die Kamera gerichtet. Abweisende Haltungen, wie verschränkte Arme, sollten vermieden werden. Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte, vor allem, wenn es natürlich und souverän ist. Dadurch wird Freundlichkeit und Authentizität vermittelt.

  1. Der Hintergrund zählt auch

Der Hintergrund, der auf dem Bewerbungsfoto verwendet wird, sollte dich korrekt ausdrücken. Gleichzeitig solltest du auch die Elemente der psychologischen Wahrnehmung berücksichtigen. Der schwarze Hintergrund kann dazu führen, dass du Pessimismus ausstrahlst, was zu einem Missverständnis führen kann. Der gelbe Hintergrund entspricht nicht dem für ein offizielles Vorstellungsgespräch erforderlichen Niveau. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, für den Hintergrund eine Farbe auszuwählen, die das Gewicht des Vorstellungsgesprächs widerspiegelt.

  1. Vermeide Filter

Das letzte, was du willst, ist, dass ein potentieller Arbeitgeber dich beim Vorstellungsgespräch nicht erkennt, weil du deinem Foto vier Schichten von Filtern und einen Spezialeffekt hinzugefügt hast. Während Filter schon Spaß machen, tendieren sie dazu, bestimmte Elemente eines Fotos zu überbetonen und können oft unprofessionell und falsch aussehen. Es ist besser, mit der Farbe und dem Licht herumzuspielen, anstatt einen Filter anzuwenden.

  1. Ganzkörperfotos?

Nein, wenn du dich nicht für eine Modelagentur bewirbst!

Bewerbungsfotos sind da, um dem Profil hinzugefügt zu werden. Es ist unnötig und unprofessionell, den ganzen Körper zu zeigen.

  1. Vermeide alles, was nicht zu einem Passfoto gehört

Dies gilt auch für alkoholische Getränke oder Zigaretten (ja, passiert). Wenn es im Hintergrund eine Pflanze oder ein (passendes) Gemälde gibt, ist das völlig in Ordnung! Ansonsten genügt nur dein bezauberndes Gesicht vor weißem Hintergrund.

  1. Bitte jemanden um Hilfe

Es kann hilfreich sein, jemanden zu bitten, das Foto von dir zu machen, während du dich darauf konzentrierst, aufrecht zu stehen und zu lächeln.

Bewerbungsfotos selbst machen?

Auch wenn es sich nicht unbedingt empfiehlt, kann das Bewerbungsfoto selbst gemacht werden. Am besten ist es hier, wenn eine zweite Person die Fotos schießt.
Dabei gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Die Größe

Fokus online gibt den Tipp: "Ein Bewerbungsbild sollte etwas größer sein als ein Passfoto." Außerdem ist ein Bewerbungsfoto grundsätzlich ein Portrait und kein Ganzkörperbild.

  • Der richtige Hintergrund

Ein einfarbiger Hintergrund ist wichtig, am besten geeignet hierfür ist, wie schon erwähnt, eine weiße Wand. Damit keine Schatten um den Körper entstehen, empfiehlt es sich, genügend Abstand zum Hintergrund zu halten.

  • Die Belichtung

Natürliche Lichtverhältnisse sind von Vorteil. Tageslicht eignet sich hier am Besten: Bewerbungsfotos im Freien oder vor einem großen, hellen Fenster sind empfehlenswert.

  • Die Nachbearbeitung

Auch hier gilt: weniger ist mehr. Kleinigkeiten wie Hautunreinheiten oder Augenschatten sollten mit einem Bildbearbeitungsprogramm retuschiert werden und auch bei der Beleuchtung kann gegebenenfalls nachgeholfen werden. Allerdings sollten die Bearbeitungen so subtil sein, dass sie nicht auffallen.

Unser Fazit

Vermeide "süße", dumme oder unnatürliche Elemente. Es geht nicht darum zu zeigen, wie unterhaltsam du sein kannst und es ist nicht eine Arena, wo du deine gute Laune oder Kreativität zeigen musst. Dein potentieller Arbeitgeber sucht jemanden, auf den er sich beruflich verlassen kann.

Gruppenaufnahmen, Familienporträts oder die lustige Party, an der du letztes Wochenende teilgenommen hast, sind NICHT akzeptabel! Was eher für Facebook oder Instagram geeignet ist, ist für den Lebenslauf nicht das Richtige.

Fotos von Kindern oder Haustieren haben keinen Platz auf deinem CV-Foto.

Halte beim Fotografieren Augenkontakt mit der Kamera. Vermeide Sonnenbrillen, unpassende Kleidung, Hüte und Accessoires. Wenn möglich, bitte jemanden um Hilfe. Vergiss nicht, dass die Belichtung auch wichtig ist.

Viel Spaß von uns bei JobNinja!